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Warum man sich die Behandlung in der PREFERE-Studie nicht aussuchen kann

An der PREFERE-Studie können Männer teilnehmen, die erst vor kurzer Zeit von der Diagnose erfahren haben, die noch nicht behandelt sind und bei denen der Prostatakrebs noch nicht weit fortgeschritten ist. Man spricht in diesem Falle von einem „lokal begrenzten Prostatakarzinom“.

In der PREFERE-Studie muss, wie in jeder guten klinischen Studie auch, garantiert sein, dass Behandlungseffekte nicht durch Einflüsse anderer Faktoren (wie z.B. dem Lebensalter oder andere, eventuell unbekannte Eigenschaften des Patienten) überlagert werden. Die einzige Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, ist die zufällige Zuordnung der Patienten zu den Behandlungen, die Randomisierung.

Die vier möglichen Behandlungen für das lokal begrenzte Prostatakarzinom müssen je vier gleich großen und in ihren Eigenschaften vergleichbaren Patientengruppen zugeteilt werden. Um sicherzustellen, dass jede Gruppe in etwa gleich zusammengesetzt ist, was das Lebensalter, die Erkrankungsstadien und mögliche weitere Erkrankungen der Patienten angeht, erfolgt die Aufteilung in die unterschiedlichen Behandlungsgruppen nach einem Zufallsprinzip und zwar mit Hilfe eines Computerprogramms. Dieser Vorgang wird Randomisierung genannt. Eine zufällige Zuteilung der Behandlung zu den Patienten sorgt dafür, dass auch unbekannte Einflussgrößen in jeder Behandlungsgruppe etwa gleich häufig sind.

Diese zufällige Zuteilung ist nur möglich, wenn Patienten nach vorheriger intensiver Aufklärung für alle vier Behandlungen offen sind.
Wer an der PREFERE-Studie teilnehmen möchte, sollte jeder der vier in Frage kommenden Behandlungsoptionen offen gegenüberstehen. Je mehr Männer für ihre eigene Behandlung alle vier Standardbehandlungen akzeptieren können, desto zuverlässiger kann man am Ende der PREFERE-Studie eine Aussage dazu machen, welche der vier derzeit üblichen und empfohlenen Behandlungen auch tatsächlich auf lange Sicht die wirksamste und sicherste ist.

Wer nicht für alle vier Behandlungsstrategien in gleicher Weise offen ist, kann trotzdem an der PREFERE-Studie teilnehmen. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, eine, maximal aber zwei der vier angebotenen Behandlungsmöglichkeiten von vorneherein abzulehnen. Die zufällige Zuteilung einer Behandlung erfolgt dann auf die noch verbliebenen drei oder zwei Behandlungen.

Patienten, die eine ganz bestimmte Behandlung wünschen, erhalten diese selbstverständlich. Sie können dann aber nicht an der PREFERE-Studie teilnehmen.

Ausführlichere Informationen zu klinischen Studien und zur PREFERE-Studie finden Sie in der PREFERE-Patientenbroschüre.

Nehmen Sie teil!

  • Weitere Informationen erhalten Sie
    bei der Deutschen Krebshilfe:
    Tel.: 0228-729 90-95 oder per E-Mail
  • Informationsmaterialien erhalten Sie
    hier und bei Ihrem Urologen.

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